Buch Body Building und Fitnessinnovationen
Latissimus

Der äußere Trizeps

Mythos: Trizepsdrücken mit Untergriff baut den äußeren Trizepsanteil auf.

Praxistest: Der Oberarm wird am Körper gehalten. Bei durchgedrücktem Arm wird die Hand vom Untergriff zum Hammergriff und weiter in den Übergriff gedreht. Blickt man dabei über die Schulter in den Spiegel, sieht man, dass der Trizeps seine Form nicht verändert.

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Gleiches kann mit dem Bizeps probiert werden. Bei angespanntem Bizeps wird die Hand vom Untergriff zum Hammergriff und weiter in den Übergriff gedreht. Hier verändert sich die Form des Bizeps und somit auch die Rekrutierung der Muskelanteil. Der Untergriff spricht den Bizeps an, der Hammergriff überwiegend den Brachialis und der Übergriff spricht hauptsächlich den Brachioradialis an.

Der Trizeps kann derartige Formveränderungen nach Griffwechseln nicht bieten und damit auch keine Veränderung des Rekrutierungsmusters, da die Sehne ( blau ) aller drei Trizepsanteile an einer einzigen Stelle des Unterarmes angewachsen ist. ( äußerer Trizeps – lila, innerer – grün und mittlerer orange ) (Quelle: c/o Freie Universität Berlin, https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/musculus-triceps-brachii)

Im Gegensatz dazu ist der Bizeps an zwei Stellen am Unterarm angewachsen, deshalb verändert er bei einer Drehung auch seine Form und Rekrutierung. (Quelle: c/o Freie Universität Berlin, https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/musculus-biceps-brachii)

Das erklärt warum ein Untergriff beim Trizepsdrücken den äußeren Anteil gar nicht stärker belasten als ein Übergriff.

Folgender Test untermauert die gemachte Feststellung: Wird das Training ausschließlich mit Untergriff ausgeführt, zeigt sich der auftretende Muskelkater nur im inneren Trizepsanteil.

Im Schulterbereich dagegen ist der Trizeps an verschiedenen Stellen angewachsen: der innere Trizeps am Schulterblatt, der äußere und mittlere Anteil am Oberarm. Daher muss die Veränderung auch im Schultergelenk ansetzen, um den äußeren Trizeps zu rekrutieren.

In meinem Buch erfahren Sie wie der äußere Trizeps besser beansprucht wird.

Latissimus

Das Latissimus-Problem

Mythos: Latziehen belastet hauptsächlich den Latissimus (grün).

Bei der Forschungsarbeit des Canadian Memorial Chiropractic College, wurde während des sitzendem Kabelrudern eine 40% höhere Muskelaktivität im Latissimus gemessen als beim Latziehen mit breitem Übergriff.

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Dieses Ergebnis war klar, belastet Latziehen- und Klimmziehen mit weitem Übergriff hauptsächlich den Teres-major (rot) und die unteren Nackenmuskeln (hellblau).

Der Teres-major ist der Muskel, den viele Athleten für den äußeren oder oberen Latissimus halten, es ist jedoch ein eigenständiger Muskel. Sein Aufbau ist dennoch unerlässlich, da er die obere Rückenbreite von vorn und hinten macht.

Bei Athleten mit schwachen Lats sind die unteren Nackenmuskeln und der Teres-major sehr gut ausgeprägt – ein Zeichen dafür, dass diese anstelle des Latissimus den Hauptteil der Arbeit ausführen.

In meinem Buch erfahren Sie wie der Latissimus hauptsächlich beansprucht wird.

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